Empfehlungen zur Behandlung des postoperativen Hypoparathyreoidismus

Die Sektion „Calcium-regulierende Hormone und Knochenstoffwechsel” (CRHUKS) der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie hat eine Empfehlung zur Behandlung des postoperativen Hypoparathyreoidismus auf ihrer Homepage und in ihrer Mitgliederzeitschrift (Heft 3/2007) veröffentlicht. Damit hat nun jeder Patient die Möglichkeit, seinem Hausarzt eine offizielle Information zum Thema in die Hand zu geben, die weder zu lang (keine Zeit) noch „nur von irgend so einer Gruppe aus dem Internet” ist.

Den DGE Hinweis auf die Empfehlung findet man unter http://www.endokrinologie.net/profil/gremien/sektionen/calcium/calcium.html.

Da die InSeNSU maßgeblich bei der Erstellung der Empfehlung mitgewirkt hat, steht der Text auch hier zur Verfügung.

Der postoperative Hypoparathyreoidismus nach Schilddrüsenoperation - eine unterschätzte Komplikation

Die Zeitschrift „Viszeralchirurgie”, die sich auch an Schilddrüsen-Chirurgen wendet, enthält in ihrer Ausgabe 2005, 40(3), doi:10.1055/s-2005-836557 einen Artikel zum Thema "Der postoperative Hypoparathyreoidismus nach Schilddrüsenoperation - eine unterschätzte Komplikation"

Prof. Dr. Michael Hermann aus Wien (InSeNSU-Ehrenmitglied) schreibt darin zum Thema InSeNSU:

"Dass gerade bei Patienten mit Hypoparathyreoidismus die Notwendigkeit der eingehenden und individuellen Nachbetreuung groß ist, zeigt die von einer selbst betroffenen Patientin gegründete "Interessensgemeinschaft Selbsthilfe für Patientinnen und Patienten mit Nebenschilddrüsenunterfunktion (INSENSU)", die mittlerweile eine wertvolle Plattform für die Betreuung der Patienten mit chronischer Hypokalzämie darstellt (http://www.insensu.de). Es wird beklagt, dass "Patienten unzureichend über ihre Erkrankung aufgeklärt werden, trotz gut eingestellter Blut-Kalzium-Werte unter Beschwerden leiden, und Hausärzte mit der Krankheit oft wenig vertraut sind, weil sie selten ist und es zu unzulänglicher oder sogar fehlerhafter Therapie kommt". INSENSU ist ein Zusammenschluss der betroffenen Patienten in einer Gruppe, die den täglichen Umgang mit der Krankheit erleichtert, indem sie "Erfahrungsaustausch untereinander ermöglicht, für besseren Informationsfluss zwischen Fachmedizinern, Hausärzten und Patienten sorgt und in Sachen Forschung für verbesserte Therapiemöglichkeiten Druck macht". ... Offensichtlich haben wir Ärzte unsere Hausaufgaben nicht gut gemacht und verabsäumt, einen adäquaten Betreuungspfad für diese Patienten zu entwerfen, Leitlinien für die Behandlung zu erstellen und diese über das Netzwerk der Nachsorge zu kommunizieren."

Der Artikel schließt mit den Worten:

"Insgesamt ist die Lebensqualität dieser Patienten hochgradig eingeschränkt. Angesichts dieser Krankheitslast besteht einmal mehr der moralische Druck für uns Chirurgen, sich bei jeder Schilddrüsenoperation dieses Problems bewusst zu sein und alle Bemühungen zur Verhütung dieser Komplikation zu unternehmen."

Postoperativer Hypoparathyreoidismus aus Patientensicht

Die 29. Arbeitstagung der chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Endokrinologie (CAEK) in Osnabrück im November 2010 befasste sich sehr ausführlich mit Strategien zur Prävention der Entstehung eines Hypoparathyreoidismus nach Schilddrüsenoperationen und mit den Möglichkeiten, die Nachsorge bei dieser Komplikation zu verbessern.

Die InSeNSU hatte Gelegenheit, einen Vortrag über die Probleme der von Nebenschilddrüsenunterfunktion betroffenen Patienten zu halten. Die Präsentation zu diesem Vortrag steht hier zum Download bereit.

Die Gelegenheit zu einem ähnlichen Vortrag vor über 170 Teilnehmern gab es 2015 beim 9. Postgradualen Kurs der CAEK in Halle. Das Thema war diesmal: Die Komplikation in der endokrinen Chirurgie aus Sicht des Patienten. Hier die Präsentation zu diesem Vortrag: Download

Klinische Wertigkeit der Parathormon-Bestimmung

Dieser Sonderdruck aus dem Firmenmagazin ABBOTT TIMES wurde uns freundlicherweise von den Autoren H. Schmidt-Gayk und H. J. Roth zur Verfügung gestellt. Er steht hier zum Download bereit.